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Bericht zur BEM U17 in Haaren

Donnerstag, Februar 5th, 2009

Nach ihren 4 Titeln bei der Kreismeisterschaft gingen unsere Judokas am 1. Februar in Haaren bei der Bezirksmeisterschaft an den Start, um sich für die in 2 Wochen stattfindende Landesmeisterschaft in Holzwickede zu qualifizieren.

Für 3 unserer Kämpfer war die Meisterschaftsserie leider schon nach diesem Sonntag beendet.

Einzig Kai Zimmermann gelang es mit einem dritten Platz, die Fahrkarte ins östliche Ruhrgebiet zu lösen.

Nach einem verpatzten Start im ersten Kampf konnte er sich mit 2 Siegen in der Trostrunde eine Medaille sichern. Wurde er im Auftaktkampf noch durch eine unvorbereitete Aktion ausgekontert, ging er die folgenden Aufgaben deutlich konzentrierter an. Er bestimmte den Kampfverlauf im zweiten Duell deutlich und zwang so seinen Gegner zu einer überhasteten Aktion, die er geschickt für sich nutzte. Beim Übergang in den Boden gelang ihm die entscheidende Haltetechnik, aus der es für den Kontrahenten kein Entrinnen mehr gab.

Im entscheidenden Kampf um Platz 3 bedurfte es keiner weiteren Motivation durch die mitgereisten Betreuer. Schon nach etwas mehr als einer Minute warf er sein Gegenüber Punkt(Ippon), womit er sich die Teilnahme an den westdeutschen Meisterschaften sicherte.

In der Klasse bis 55 kg startete wieder Anthony Zimmermann. Nach seinem Auftaktsieg mit mittlerer und kleiner Wertung musste er im zweiten Kamp seinem Trainingsrückstand Tribut zollen. Er verlor durch einem Tomoe-Nage (Überkopfwurf), den er nicht mehr ausgleichen konnte. Auch in der Trostrunde musste er sich seinem Kontrahenten geschlagen geben. Er beendete die Meisterschaft auf Platz 9.

In einem Feld mit 11 Teilnehmerinnen ging Melissa Oertel auf die Matte. Nachdem sie in ihrer ersten Auseinandersetzung unglücklich in einen Haltegriff geriet, aus dem sie sich nur nach einem wahren Kraftakt befreien konnte, reichte ihr die verbleibende Kampfzeit nicht aus, um den Rückstand wieder wett zu machen. Den ersten Kampf in der Trostrunde konnte sie noch souverän durch eine Sankaku-Technik für sich entscheiden, bevor auch für sie im folgenden Duell das Aus kam. Auch diese Auseinandersetzung wurde im Bodenkampf entschieden. Sie musste nach einem Armhebelansatz der Gegnerin aufgeben. Das bedeutete auch für Melissa Platz 9.

Die meisten Kämpfe der Burscheider bestritt erneut Sascha Kurth. Nach einem überlegen geführten ersten Kampf gelang es ihm, seinen Gegner Ippon zu werfen. In der zweiten Runde traf er auf einen Judoka aus Walheim. Nach kurzer Dauer erzielte Sascha eine kleine Wertung und damit Yuko-Führung durch eine Kontertechnik. Im weiteren Kampfverlauf wartete Sascha jedoch vergebens auf eine erneute Konterchance. Durch eine gut vorbereitete Wurftechnik schickte der Walheimer den Burscheider in die Trostrunde.

Dort konnte er den nächsten Kampf nach Rückstand noch durch zwei verschiedene Würfe, für die es jeweils Wazari (große Wertung) gab, für sich entscheiden. Auch in seinem vierten Kampf geriet er mit Yuko in Rückstand. Diese Entscheidung des Kampfrichters war allerdings sehr umstritten. Erst wenige Sekunden vor Schluss bezwang er seinen Gegner durch Seoi-Nage (Schulterwurf), für den er einen Wazari erhielt.

Jetzt musste sich im fünften Kampf um Platz 3 entscheiden, ob es dieses Jahr für die Qualifikation zur Landesmeisterschaft reicht. Allerdings merkte man ihm die kraftraubende Vorrunde an, so dass er seinem Gegner kräftemäßig nicht mehr viel entgegenzusetzen hatte. Folgerichtig wurde er nach etwas mehr als der halben Kampfzeit Ippon geworfen, und ihm blieb nur der undankbare 5. Platz.

Reiner Kurth